Retinierte Zähne sind bleibende Zähne, die nicht oder nur teilweise in die Zahnreihe durchbrechen und im Kiefer verbleiben. Die Ursachen für retinierte Zähne sind meist Platzmangel, mechanische Hindernisse oder eine Fehlstellung des Zahns.

Typische Beschwerden bei retinierten Zähnen sind Schmerzen, Entzündungen, Zahnverschiebungen und funktionelle Einschränkungen beim Kauen. Die kieferorthopädische Behandlung retinierter Zähne ist abhängig von deren Position und Befund. Nach bildgebender Diagnostik wird der retinierte Zahn entweder freigelegt und kieferorthopädisch eingeordnet oder operativ entfernt.

In unserer kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt behandeln wir retinierte Zähne bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Auf Basis moderner digitaler Diagnostik, einschließlich 3D-Bildgebung, erstellen wir individuell abgestimmte Therapiekonzepte.

Der Artikel erklärt, was retinierte Zähne sind, welche Ursachen zu einem ausbleibenden oder gestörten Zahndurchbruchs führen und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Was ist ein retinierter Zahn?

Ein retinierter Zahn ist ein Zahn, der nicht in seine vorgesehene Position in der Mundhöhle durchbricht. In der Kieferorthopädie spricht man von einer Retention, wenn ein Zahn etwa eineinhalb Jahre nach dem üblichen Durchbruch noch nicht oder nur unvollständig sichtbar ist.

Ein retinierter Zahn ist ein vollständig entwickelter Zahn, der im Kiefer zurückgehalten wird und nicht wie vorgesehen in der Zahnreihe erscheint. Der Begriff „Retention“ stammt vom lateinischen retinere und bedeutet „zurückhalten“ oder „festhalten“.

Retinierte Zähne bleiben entweder vollständig im Kiefer liegen oder sie durchbrechen diesen nur teilweise, ohne die physiologische Durchbruchshöhe zu erreichen. Oft liegt bei einem retinierten Zahn zusätzlich eine Verlagerung vor, bei der der Zahn von seiner normalen Durchbruchsrichtung abweicht und sich an einer anderen Stelle im Kiefer befindet. Bleibt ein Zahn langfristig im Kiefer, erfolgt in der Regel kein spontaner Durchbruch mehr.

Ein impaktierter Zahn ist eine spezielle Form des retinierten Zahnes, bei der der Durchbruch durch mechanische Hindernisse wie benachbarte Zähne oder Knochen blockiert wird.

Besonders häufig sind Weisheitszähne, Eckzähne und zweite Backenzähne von einer Retention betroffen. Für retinierte Zähne gibt es verschiedene Ursachen.

Was sind die Ursachen für retinierte Zähne?

Die Ursachen für retinierte Zähne sind Platzmangel, mechanische Hindernisse wie benachbarte oder überzählige Zähne, Zysten oder Tumore sowie Fehlpositionen des Zahnes. Auch genetische Faktoren und traumatische Einflüsse im Kieferbereich verhindern den regulären Durchbruch eines Zahns.

Die nachfolgende Liste enthält mögliche Ursachen für retinierte Zähne.

  • Platzmangel: Platzmangel im Kiefer stellt die häufigste Ursache für retinierte Zähne dar. Spät durchbrechende Zähne wie Weisheitszähne, Eckzähne oder zweite Backenzähne treffen auf ein bereits gefestigtes Gebiss und finden keinen ausreichenden Raum im Zahnbogen.

  • Mechanische Hindernisse: Retinierte Zähne entstehen bei mechanischen Hindernissen, wenn Strukturen wie benachbarte oder überzählige Zähne, Zysten oder Tumore den Durchbruch in die Mundhöhle verhindern.

  • Fehlposition des Zahns: Eine abweichende Lage des Zahns im Kiefer führt dazu, dass der Zahn schief oder in falschem Winkel wächst, wodurch der Durchbruch blockiert und eine Retention begünstigt wird.

  • Genetische Veranlagung: Genetische Faktoren beeinflussen die Kiefergröße und Zahnstellung. Ein schmaler Kiefer oder familiäre Häufungen retinierter Zähne erhöhen das Risiko für eine Retention.

  • Traumatische Einflüsse: Retinierte Zähne können durch traumatische Einflüsse entstehen, wenn Verletzungen im Kieferbereich die Position des Zahnkeims verändern und den Durchbruch blockieren.

Retinierte Zähne treten in verschiedenen Formen auf.

Welche Varianten von retinierten Zähnen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Varianten von retinierten Zähnen, darunter vollständig retinierte, teilretinierte sowie palatinal, vestibulär und lingual verlagerte Zähne. Die Einteilung retinierter Zähne erfolgt nach dem Durchbruch und ihrer Lage im Kiefer.

In der folgenden Auflistung sind die Varianten von retinierten Zähnen aufgeführt.

  • Vollständig retinierte Zähne: Vollständig retinierte Zähne liegen komplett im Kiefer und sind vollständig von Zahnfleisch oder Knochen bedeckt. Ein Durchbruch in die Mundhöhle erfolgt nicht. Liegt zusätzlich eine mechanische Blockade durch Knochen oder benachbarte Zähne vor, spricht man von einem impaktierten Zahn.

  • Teilretinierte Zähne: Teilretinierte Zähne sind teilweise durchgebrochen. Ein Teil der Zahnkrone ist sichtbar, während der restliche Anteil im Kiefer verbleibt. Bei teilretinierten Zähnen entstehen schlecht zugängliche Stellen, die die Ansammlung von Bakterien begünstigen.

  • Palatinal retinierte Zähne: Palatinal retinierte Zähne befinden sich im Oberkiefer auf der Gaumenseite und weichen nach innen von ihrer regulären Position im Zahnbogen ab.

  • Vestibulär retinierte Zähne: Vestibulär retinierte Zähne liegen zu weit außen in Richtung Wange und befinden sich unterhalb des Zahnfleisches außerhalb ihrer regulären Position.

  • Lingual retinierte Zähne: Lingual retinierte Zähne liegen im Unterkiefer in Richtung Zunge verlagert und weichen damit von ihrer normalen Lage im Zahnbogen ab.

Die Entscheidung zur Behandlung retinierter Zähne erfolgt anhand von verschiedenen Faktoren, darunter die Lage der Zähne und mögliche Komplikationen.

Wann sollten retinierte Zähne behandelt werden?

Retinierte Zähne sollten behandelt werden, wenn der Zahn den Durchbruch nicht schafft, verlagert liegt oder die normale Entwicklung des Gebisses stört.

Die kieferorthopädische Behandlung von retinierten Zähnen ist erforderlich, wenn Druck auf die benachbarten Zähne entsteht, diese sich verschieben oder Wurzelschäden drohen. Eine Therapie ist außerdem immer erforderlich, wenn Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen auftreten.

Eine Behandlung von retinierten Zähnen ist bei Infektionsrisiken erforderlich, etwa bei teilretinierten Zähnen, bei denen Bakterien nur schwer zu erreichen sind. Auch Zystenbildung oder andere Gewebeveränderungen machen eine Therapie bei retinierten Zähnen notwendig.

Eine Behandlung von retinierten Zähnen ist sinnvoll, wenn ästhetische Beeinträchtigungen oder funktionelle Einschränkungen wie Probleme beim Kauen oder Abbeißen auftreten.

Was passiert, wenn retinierte Zähne unbehandelt bleiben?

Wenn retinierte Zähne unbehandelt bleiben, sind die Folgen Schmerzen, Zahnverschiebungen, Wurzelschäden und eine eingeschränkte Kaufunktion. Weitere Folgen unbehandelter retinierter Zähne sind Infektionen, Karies und Zysten mit nachfolgendem Knochenabbau.

Die folgende Liste enthält die wichtigsten Symptome bei retinierten Zähnen.

  • Schmerzen: Häufige Folgen von unbehandelten retinierten Zähnen sind Schmerzen, die durch Druck im Kiefer, Entzündungen oder Fehlbelastungen entstehen.

  • Zahnverschiebungen: Bleiben retinierte Zähne unbehandelt, verschieben sich die benachbarten Zähne, da die retinierten Zähne Druck auf sie ausüben. Durch den Druck retinierter Zähne verschiebt sich die Zahnreihe und die Gebissentwicklung wird beeinträchtigt.

  • Schädigung benachbarter Zähne: Schädigungen benachbarter Zähne treten auf, wenn retinierte Zähne Druck auf Zahnwurzeln ausüben. Wurzelabbau und strukturelle Zahnschäden sind die Folge.

  • Erschwertes Kauen: Erschwertes Kauen und Abbeißen entsteht, wenn retinierte Zähne sich nicht korrekt in die Zahnreihe einfügen. Retinierte Zähne beeinträchtigen die Kaufunktion und stören den Zusammenbiss.

  • Infektionen und Entzündungen: Infektionen und Entzündungen treten bei retinierten Zähnen durch schwer zugängliche Bereiche auf. Teilretinierte Zähne bilden bakterielle Nischen, die Entzündungen im Zahnfleisch begünstigen.

  • Karies: Karies entsteht bei teilretinierten Zähnen durch erschwerte Reinigung. An den Stellen sammeln sich Speisereste und Beläge, die benachbarte Zähne schnell schädigen.

  • Zystenbildung: Zystenbildung zählt zu den Folgen unbehandelter retinierter Zähne. Aus dem Zahnsäckchen entwickeln sich Zysten, die unbemerkt wachsen, Gewebe verdrängen und Schmerzen verursachen.

  • Knochenabbau: Knochenabbau und strukturelle Schäden entstehen bei retinierten Zähnen durch wachsende Zysten. Der Kieferknochen verliert mit der Zeit an Stabilität.

  • Ästhetische Beeinträchtigungen: Retinierte Zähne führen zu ästhetischen Beeinträchtigungen durch fehlende oder schief stehende Zähne. Persistierende Milchzähne verändern das Erscheinungsbild zusätzlich.

  • Störung der Gebissentwicklung: Retinierte Zähne stören die Gebissentwicklung, da sie den Durchbruch bleibender Zähne blockieren und Fehlentwicklungen verursachen.

  • Unechte Hypodontie: Retinierte Zähne verursachen eine unechte Hypodontie, da der Zahn zwar vorhanden ist, aber nicht in die Zahnreihe eintritt und dadurch funktionell fehlt.

Wie werden retinierte Zähne behandelt?

Retinierte Zähne werden nach bildgebender Diagnostik durch kieferorthopädische Platzschaffung, chirurgische Freilegung mit Einordnung oder durch operative Entfernung therapiert. Das Ziel der Behandlung von retinierten Zähnen ist die funktionelle Eingliederung und die Vermeidung von Folgeschäden.

In der folgenden nummerierten Liste sind alle wichtigen Schritte bei der Behandlung von retinierten Zähnen aufgeführt.

1. Diagnose

Die Diagnose retinierter Zähne erfolgt mittels Röntgenaufnahmen oder dreidimensionaler Volumentomografie zur exakten Bestimmung der Zahnlage. Bei der Diagnostik wird beurteilt, ob eine vollständige oder teilweise Retention vorliegt und ob eine Verlagerung besteht.

Auf Basis der Diagnose wird entschieden, ob eine Einordnung des retinierten Zahnes möglich oder eine Entfernung notwendig ist.

2. Platzschaffung im Zahnbogen

Die Platzschaffung im Zahnbogen erfolgt bei retinierten Zähnen, die erhalten und in die Zahnreihe eingeordnet werden sollen. Kieferorthopädische Maßnahmen wie feste Zahnspangen, Aligner, aktive Platten oder Gaumennahterweiterung schaffen den notwendigen Raum im Gebiss des Patienten.

Ausreichender Raum im Zahnbogen ist Voraussetzung für die korrekte Eingliederung des retinierten Zahnes. Liegt der retinierte Zahn günstig im Kiefer, reicht die Platzschaffung oft aus, um den Durchbruch zu ermöglichen.

3. Chirurgische Zahnfreilegung

Bei der chirurgischen Zahnfreilegung werden retinierte Zähne, die vollständig von Schleimhaut oder Knochen bedeckt sind, zugänglich gemacht. Das umliegende Gewebe wird entfernt und bei Bedarf wird Knochen schonend abgetragen.

​​Die chirurgische Zahnfreilegung wird unter lokaler Betäubung oder ergänzender Sedierung durchgeführt.

4. Kieferorthopädische Einordnung

Die kieferorthopädische Einordnung retinierter Zähne erfolgt nach der Freilegung des Zahns durch das Anbringen eines Brackets oder Knöpfchens auf der Zahnkrone. Mittels Ketten, Drähten oder Gummizügen wird ein kontinuierlicher Zug aufgebaut, der den Zahn schrittweise in die richtige Position bewegt.

5. Behandlung teilretinierter Zähne

Bei der Behandlung teilretinierter Zähne wird eine Schleimhautkapuze entfernt, unter der sich sonst Entzündungen entwickeln. Die Freilegung beseitigt bakterielle Nischen und reduziert Beschwerden.

6. Chirurgische Zahnentfernung

Die chirurgische Entfernung retinierter Zähne ist erforderlich, wenn eine Einordnung des Zahns nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Am häufigsten werden retinierte Weisheitszähne entfernt, da sie funktionell entbehrlich sind und Zahnverschiebungen auslösen.

Die Entfernung retinierter Zähne erfolgt operativ unter Anästhesie. Nach der Eröffnung der Schleimhaut wird der Zahn freigelegt und entfernt. Die Wunde wird anschließend verschlossen.

7. Autogene Zahntransplantation

Die autogene Zahntransplantation beschreibt das Umsetzen eines retinierten Zahnes an eine andere Stelle im Kiefer. Eine autogene Zahntransplantation setzt geeignete anatomische Bedingungen und ausreichend Raum im Zahnbogen voraus.

Die autogene Zahntransplantation wird meist bei Kindern und Jugendlichen angewendet, da die Einheilungschancen in der Wachstumsphase höher sind. Nach dem Einsetzen wird der Zahn stabilisiert, damit er fest im Knochen einheilt.

Die Behandlung retinierter Zähne unterscheidet sich bei Kindern und Erwachsenen.

Wie werden retinierte Zähne bei Erwachsenen behandelt?

Bei Erwachsenen werden retinierte Zähne abhängig von Lage, Zahnart und funktioneller Bedeutung behandelt. Erhaltungswürdige Zähne werden kieferorthopädisch eingeordnet. Retinierte Weisheitszähne werden bei Erwachsenen in der Regel entfernt, da sie keinen funktionellen Beitrag leisten und Nachbarzähne verdrängen.

Die Grundlage für die Behandlung von retinierten Zähnen bei Erwachsenen ist eine präzise Diagnostik mittels Röntgen- oder DVT-Aufnahmen, um die exakte Position des Zahnes zu bestimmen.

Retinierte Zähne werden bei Erwachsenen kieferorthopädisch behandelt, wenn eine funktionelle Integration sinnvoll ist. Die Behandlung erfolgt durch eine chirurgische Freilegung, bei der Schleimhaut und gegebenenfalls Knochen entfernt werden. Anschließend wird ein Bracket oder Knöpfchen auf der Zahnkrone befestigt und mittels einer Kette oder eines Drahtes mit einer festen Zahnspange verbunden. Die Einordnung erfolgt durch kontrollierte, kontinuierliche Bewegung des Zahns in die Zielposition. Die Bewegung verläuft im Erwachsenenalter langsamer, da Zähne fester im Knochen verankert sind.

Retinierte Weisheitszähne werden in den meisten Fällen chirurgisch entfernt, da sie keine funktionelle Bedeutung haben und durch Druck auf benachbarte Zähne Zahnverschiebungen verursachen. Andere retinierte Zähne werden entfernt, wenn eine kieferorthopädische Einordnung nicht möglich ist. Der fehlende Zahn wird anschließend durch ein Implantat ersetzt.

In Einzelfällen werden retinierte Zähne bei Erwachsenen belassen und regelmäßig kontrolliert, sofern keine Beschwerden oder Risiken bestehen.

Wie werden retinierte Zähne bei Kindern behandelt?

Bei Kindern werden retinierte Zähne mit dem Ziel des Zahnerhalts behandelt. Retinierte Zähne werden zunächst durch kieferorthopädische Maßnahmen vorbereitet, indem Platz im Zahnbogen geschaffen wird. Persistierende Milchzähne werden entfernt, wenn sie den Durchbruch des bleibenden Zahns behindern.

Retinierte Zähne werden bei Kindern chirurgisch freigelegt, wenn kein spontaner Durchbruch erfolgt. Bei Kindern werden die Schleimhaut und gegebenenfalls der Knochen über der Zahnkrone entfernt. Anschließend wird ein Bracket oder Knöpfchen befestigt, das über eine Kette oder einen Draht mit einer Zahnspange verbunden wird. Durch regelmäßige Aktivierung wird der Zahn schrittweise in die richtige Position bewegt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die kieferorthopädische Behandlung von retinierten Zähnen schnell und effizient, da diese weniger fest im Knochen verankert sind.

Autogene Zahntransplantationen werden insbesondere bei Kindern und Jugendlichen angewendet. Bei der autogenen Zahntransplantation wird ein eigener Zahn innerhalb desselben Patienten verpflanzt. Der Zahn wächst nach der Verpflanzung im Knochen ein und wird stabilisiert, häufig in Kombination mit einer kieferorthopädischen Behandlung. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Einheilung meist erfolgreich, da das Gewebe regenerationsfähig ist und sich der Zahn besser in den Knochen integriert.

Retinierte Zähne werden bei Kindern nur vollständig entfernt, wenn andere Maßnahmen nicht möglich sind oder Risiken wie Entzündungen, Zystenbildung, Schmerzen oder Schäden an benachbarten Zähnen bestehen.

Wie lange dauert es, retinierte Zähne zu behandeln?

Retinierte Zähne zu behandeln, dauert je nach Behandlung unterschiedlich lang. Kieferorthopädische Einordnungen erstrecken sich über mehrere Monate. Chirurgische Eingriffe verlaufen deutlich kürzer, Alltagsaktivitäten sind nach 3 bis 7 Tagen möglich, die vollständige Heilung dauert etwa 4 bis 6 Wochen.

Kieferorthopädische Maßnahmen zur Einordnung eines retinierten Zahns erstrecken sich meist über mehrere Monate, da der Zahn schrittweise in die richtige Position bewegt wird. Bei ungünstiger Ausgangslage verlängert sich die Behandlungsdauer.

In welchem Alter sollte man retinierte Zähne optimalerweise korrigieren?

Retinierte Zähne korrigiert man optimalerweise im Kindes- und Jugendalter, meist zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr. Kiefer und Zähne befinden sich bei jungen Patienten im Wachstum, wodurch sich retinierte Zähne leichter bewegen und in den Zahnbogen einordnen lassen.

Eine Korrektur ist auch im Erwachsenenalter möglich, erfordert jedoch mehr Aufwand, da die Zähne fester im Knochen verankert sind und sich langsamer bewegen.

Was kostet es, retinierte Zähne zu korrigieren?

Retinierte Zähne zu korrigieren, kostet unterschiedlich viel und hängt von Behandlung, Alter und Befund ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in vielen Fällen die Kosten für die Freilegung oder Entfernung retinierter Zähne, wenn medizinische Gründe wie Schmerzen, Entzündungen oder Risiken für Nachbarzähne vorliegen.

Bei kieferorthopädischen Maßnahmen richtet sich die Kostenübernahme bei Kindern und Jugendlichen nach der KIG-Einstufung. Die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen sind ein Bewertungssystem der gesetzlichen Krankenkassen, mit dem der Schweregrad von Zahn- oder Kieferfehlstellungen eingestuft wird. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse erfolgt in der Regel erst ab KIG 3, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Bei Erwachsenen werden kieferorthopädische Behandlungen retinierter Zähne in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Maßnahmen zur Platzschaffung bei Engstand, die Eingliederung mit fester Zahnspange sowie Behandlungen mit transparenten Alignern sind meist privat zu zahlen. Die Freilegung oder Entfernung retinierter Zähne wird bei Schmerzen, Entzündungen oder Risiken für benachbarte Zähne erstattet.

Zusätzliche Leistungen bei der Behandlung retinierter Zähne, wie ästhetische Korrekturen, transparente Zahnschienen oder erweiterte Behandlungskonzepte, gelten als Privatleistungen und werden weder bei Erwachsenen noch bei Kindern erstattet.

Retinierte Zähne behandeln beim Kieferorthopäden in Darmstadt

In unserer kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt behandeln wir retinierte Zähne bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf Basis moderner Diagnostik mit Panorama-Röntgen und digitalen 3D-Scans. Unser Ziel ist die funktionelle Eingliederung in den Zahnbogen oder eine medizinisch indizierte Entfernung.

Bei der kieferorthopädischen Behandlung retinierter Zähne beginnen wir mit einer detaillierten Diagnostik. Mithilfe einer Panorama-Röntgenaufnahme erhalten wir einen vollständigen Überblick über den Kiefer, die Zahnstellung und mögliche Begleitbefunde wie Zysten oder Entzündungen. Anschließend beurteilen wir die exakte Lage der retinierten Zähne, um die optimale Behandlungsstrategie festzulegen. Zur Diagnostik von retinierten Zähnen fertigen wir bei Bedarf DTV Aufnahmen an, um die dreidimensionale Lage besser beurteilen zu können.

In Darmstadt behandeln wir retinierte Zähne entweder durch Freilegung und anschließende kieferorthopädische Einordnung oder durch Entfernung. Bei erhaltungswürdigen Zähnen erfolgt nach der chirurgischen Freilegung eine kontrollierte Bewegung in den Zahnbogen. Für die präzise Einordnung retinierter Zähne setzen wir moderne festsitzende Apparaturen ein. Selbstlegierende Brackets reduzieren Reibung und ermöglichen eine schonende Zahnbewegung. Superelastische Bögen erzeugen kontinuierliche, geringe Kräfte und verbessern die Verträglichkeit der kieferorthopädischen Behandlung.

Für die Behandlung retinierter Zähne bieten wir in unserer kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt diskrete Lösungen für hohe ästhetische Ansprüche. Wir setzen linguale Zahnspangen ein, die auf der Innenseite der Zähne befestigt werden und von außen unsichtbar sind. Alternativ verwenden wir zahnfarbene Keramikbrackets, die sich unauffällig in das Zahnbild einfügen. Beide Systeme ermöglichen eine präzise und funktionelle Einordnung retinierter Zähne ohne optische Beeinträchtigung im Alltag oder Berufsleben.

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