Warum ist ein Retainer wichtig?
Ein Retainer ist nach einer kieferorthopädischen Behandlung wichtig, um die erreichte Zahnkorrektur langfristig zu sichern. Nach einer kieferorthopädischen Behandlung besteht die Gefahr eines erneuten Zurückwanderns der Zähne in ihre ursprüngliche Position. Ein Retainer stabilisiert die zuvor korrigierte Zahnstellung.
Ein Retainer ist wichtig, da er die Zahnstellung anhaltend stabilisiert. Die Zähne und der Kieferknochen brauchen Zeit, um sich an die neue Ausrichtung zu gewöhnen.
Ein Retainer hilft, die Zähne in dieser Position zu halten. Ohne Retainer wandern die Zähne wieder in ihre ursprüngliche Position. Die Nachbehandlung mithilfe eines Retainers ist daher fester Bestandteil der kieferorthopädischen Therapie. Retainer verhindern einen Rückfall in eine erneute Kiefer- und/oder Zahnfehlstellung.
Die kieferorthopädische Behandlung mit einem Retainer wird in mehreren Schritten durchgeführt.
Wie läuft die Behandlung mit einem Retainer ab?
Die Behandlung mit einem Retainer läuft in drei Phasen: der Planung, dem Einsetzen und der Nachsorge. Nach der individuellen Behandlungsplanung wird der Retainer angefertigt und angepasst. Nach dem Einsetzen finden regelmäßige Kontrolltermine statt, um die Zahnkorrektur zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen.
Planung: Nach Abschluss der aktiven kieferorthopädischen Behandlung und Korrektur wird vom Kieferorthopäden ein Retainer empfohlen, um die Zähne in ihrer neuen Position zu stabilisieren. Der Retainer wird entweder direkt im Mund des Patienten angefertigt und eingeklebt oder im Labor von einer Zahntechnikerin hergestellt. Für die Herstellung im Labor sind vorab Abdrücke zu nehmen und ein Gipsmodell zu erstellen.
Einsetzen: Nach Fertigstellung des Retainer-Modells erfolgt das Einsetzen und Anpassen beim Kieferorthopäden. Der Draht des Retainers wird der individuellen Zahnform des Patienten angepasst und auf die Innenseite der Zähne geklebt. Zuvor werden die Zahninnenflächen vorbehandelt, um den Zahnschmelz für den Kleber aufnahmefähig zu machen. Die Anzahl der Zähne, die mit dem Draht des Retainers verbunden werden, ist individuell. Der Kieferorthopäde sorgt für einen passgenauen und bequemen Sitz.
Nachsorge und Anpassungen: Wenn der Retainer perfekt sitzt, finden regelmäßige Kontrolltermine statt. Sie sichern und gewährleisten die Stabilisierung der erreichten Zahnkorrektur. Falls erforderlich, werden Anpassungen vorgenommen. Je nach individueller Zahnbewegung finden die Termine in Abständen von drei bis sechs Monaten statt. Der Kieferorthopäde überprüft bei den Terminen die Klebestellen des Retainers, die Qualität des Retainerdrahtes und die Stabilität der Zahnkorrektur.
Die Tragedauer eines Retainers ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Wie lange wird ein Retainer getragen?
Wie lange ein Retainer getragen wird, hängt von der Intensität der Zahnbewegungen und dem Ausmaß der zuvor behandelten kieferorthopädischen Zahnkorrektur des Patienten ab. Die Dauer der Nachbehandlung ist unterschiedlich. In manchen Fällen ist eine lebenslange Stabilisierung der Zähne mit einem Retainer erforderlich.
Die Dauer der Nachbehandlung mit einem Retainer variiert je nach Patient. Die empfohlene Tragedauer eines Retainers hängt auch vom gewählten Retainertyp ab. Bei herausnehmbaren Retainern ist die Tragezeit meist auf die ersten Jahre nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung begrenzt. Ein festsitzender Retainer verbleibt in der Regel dauerhaft im Mund und dient der langfristigen Stabilisierung der Zahnstellung. Da sich die Zähne im Laufe des Lebens weiter bewegen, hilft ein festsitzender Retainer, die einmal erreichte Zahnstellung lebenslang zu erhalten.
In den ersten Monaten nach der kieferorthopädischen Behandlung ist die Rückwanderungstendenz der Zähne am stärksten ausgeprägt. Auch der Alterungsprozess, genetische und funktionelle Einflüsse führen zu einem Rezidiv oder einer erneuten Fehlstellung. Zur langfristigen Sicherung der Zahnstellung sind Retainer enorm wichtig in der Kieferorthopädie.
Die Kosten für lose und feste Retainer variieren je nach kieferorthopädischer Praxis und Art des Retainers.
Werden die Kosten für Retainer von gesetzlichen Krankenkassen gezahlt?
Die Kosten für Retainer werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt. Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen richtet sich nach dem Schweregrad der Fehlstellung, dem Alter des Patienten, der Tragedauer und der gewählten Art des Retainers.
Die Kostenübernahme eines Retainers hängt von den Kriterien der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse ab. Für Kinder und Jugendliche, die in dem Bereich Kontaktpunktabweichung in die Einstufung 3-5 der kieferorthopädischen Indikationsgruppen fallen, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Kosten für einen festsitzenden Retainer. Bei Erwachsenen sind die Kosten selbst zu tragen.
Nach einer kieferorthopädischen Behandlung werden Retainer häufig als Privatleistung eingestuft, da sie der langfristigen Stabilisierung der Zahnstellung dienen und nicht primär zur Behandlung einer Fehlstellung erforderlich sind. Je nach Krankenkasse und individueller Situation gibt es Ausnahmen bei der Kostenübernahme. Vorab ist es hilfreich, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen und eine Kostenzusage einzuholen.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Retention bis maximal 2 Jahre nach Abschluss der aktiven Behandlung. Eine Stabilisierungsphase von mehr als 2 Jahren ist von gesetzlich Versicherten selbst zu zahlen. Die Dauer der Stabilisierung ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt vom Patienten ab. In einigen Fällen wird eine lebenslange Retention empfohlen.
Die Übernahme der Kosten für einen Retainer durch die gesetzliche Krankenkasse umfasst die einfache Standard-Variante des Retainers. Eventuelle Neuanfertigungen von Retentionsgeräten nach Abschluss der regulären Behandlung sind nicht in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse enthalten. Bei einer digitalen Fertigung des Retainers ist eine Zuzahlung zu leisten.
Werden die Kosten für Retainer von privaten Krankenkassen gezahlt?
Die Kosten für Retainer werden von den privaten Krankenkassen gezahlt, sofern dies im gewählten Tarif und den entsprechenden Versicherungsbedingungen festgelegt ist. Die genauen Kosten der Retainerbehandlung werden in einem individuellen und transparenten Gespräch mit der Kieferorthopädie Adami & Uhse erörtert.
Private Krankenkassen übernehmen die Kosten für Retainer, wenn diese Leistung im gewählten Tarif enthalten ist und die jeweiligen Versicherungsbedingungen die Kostenübernahme einschließen. Vor der Inanspruchnahme eines Retainers ist es ratsam, die private Krankenversicherung detailliert über die geltenden Vertragsbedingungen und den Umfang der Leistungen zu befragen.
In einem persönlichen Beratungsgespräch in der Kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse am Ludwigsplatz in Darmstadt werden die zu erwartenden Kosten bei einer Behandlung mit einem Retainer ausführlich erörtert. In Zusammenarbeit mit dem Patienten wird ein individueller Behandlungs- und Kostenplan erstellt. Die Transparenz sichert den Patienten ab, klärt offene Fragen und ermöglicht eine offene Kommunikation mit der Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme.