Ein Kopfbiss ist eine Zahn- und Kieferfehlstellung, bei der entweder die Höcker der Seitenzähne oder die Schneidekanten der Frontzähne von Ober- und Unterkiefer beim Zubeißen exakt aufeinandertreffen. Ein Kopfbiss führt zu einer erhöhten mechanischen Belastung der sensiblen Zahnstrukturen.

Ein Kopfbiss ist behandlungsbedürftig, wenn es aufgrund der Fehlstellung zu funktionellen Einschränkungen und Beschwerden kommt. Mögliche Folgen eines Kopfbisses sind ein verstärkter Zahnabrieb, Schmerzen im Kiefergelenk, eine eingeschränkte Kaufunktion und Sprachstörungen.

In der kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt erfolgt eine Kopfbiss Korrektur auf Basis hochmoderner Diagnostik und individuell abgestimmter Behandlungskonzepte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zur Behandlung werden bei Patienten mit Kopfbiss moderne kieferorthopädische Verfahren wie funktionskieferorthopädische Geräte, festsitzende Zahnspangen mit selbstlegierenden Brackets, superelastische Bögen und transparente Aligner eingesetzt.

Was ist ein Kopfbiss?

Ein Kopfbiss ist eine Bissanomalie, bei der die Schneidekanten der Frontzähne oder die Höcker der Seitenzähne beim Zubeißen direkt aufeinandertreffen. Ein Kopfbiss entsteht in den meisten Fällen durch ein Zusammenspiel funktioneller und entwicklungsbedingter Faktoren.

Beim physiologischen Normalbiss überlappen die oberen Schneidezähne die unteren leicht und die Höcker und Grübchen der Backenzähne greifen ineinander. Beim Kopfbiss fehlt die natürliche Überlappung und Verzahnung. Die Zähne stoßen bei einem Kopfbiss frontal aneinander, wodurch die Zahnsubstanz stark mechanisch belastet wird.

Bei einem Kopfbiss liegen besonders häufig muskuläre Dysbalancen im Mund- und Gesichtsbereich vor. Eine fehlerhafte Zungenlage, ein falsches Schluckmuster oder eine unzureichende muskuläre Unterstützung des Oberkiefers beeinträchtigen das normale Kieferwachstum. In der Folge entwickeln sich Ober- und Unterkiefer nicht korrekt zueinander.

Eine weitere Ursache für einen Kopfbiss sind Wachstumsstörungen des Oberkiefers. Bleibt die Entwicklung des Oberkiefers zurück, fehlt der erforderliche horizontale und vertikale Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer. Die Frontzähne treffen dadurch direkt aufeinander. Ein zu früher oder verspäteter Zahndurchbruch beeinflusst die Zahnstellung und begünstigt die Entstehung eines Kopfbisses.

Seitliche Kopfbisse treten häufiger auf, wenn Kinder schädliche Gewohnheiten haben. Langanhaltendes Daumenlutschen, intensiver Schnullergebrauch oder das Kauen auf Gegenständen üben dauerhaften Druck auf Zähne und Kiefer aus und verändern die Zahnachsen.

In seltenen Fällen liegt dem frontalen Kopfbiss eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zugrunde. Narbengewebe und veränderte Wachstumsbedingungen im Oberkieferbereich erschweren eine normale Kieferentwicklung. Eine genetische Veranlagung ist möglich, stellt jedoch eine seltene Ursache dar.

Die Ursachen eines Kopfbisses bestimmen maßgeblich den optimalen Zeitpunkt für eine Behandlung.

Wann sollte ein Kopfbiss behandelt werden?

Ein Kopfbiss sollte idealerweise im Kindes- oder Jugendalter behandelt werden. Insbesondere bei einem zu schmalen Oberkiefer ermöglicht eine frühzeitige Therapie eine gezielte Erweiterung des Oberkiefers und eine nachhaltige Normalisierung der Bisslage bei einem Kopfbiss.

Der Kiefer befindet sich bei Kindern noch im Wachstum, wodurch sich Kiefer- und Zahnfehlstellungen wie ein Kopfbiss einfacher und effektiver korrigieren lassen, als bei erwachsenen Patienten. Die kieferorthopädische Behandlung bei einem Kopfbiss ist jedoch nicht auf das Kindes- und Jugendalter beschränkt. Auch bei Erwachsenen ist eine Korrektur des Kopfbisses sinnvoll, um die Folgen eines unbehandelten Fehlbisses zu vermeiden. Unbehandelte Kopfbisse führen häufig zu funktionellen und strukturellen Folgeschäden.

Was passiert, wenn ein Kopfbiss unbehandelt bleibt?

Wenn ein Kopfbiss unbehandelt bleibt, führt die Bissanomalie zu einer Überlastung der Zähne und des Kausystems. Zu den häufigsten Symptomen eines Kopfbisses zählen Zahnverschleiß, Kiefergelenkprobleme und Kopfschmerzen.

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Folgen, die auftreten, wenn ein Kopfbiss nicht behandelt wird.

  • Verstärkter Zahnverschleiß.
  • Abrasion der Schneide- und Seitenzähne.
  • Erhöhte Zahnempfindlichkeit.
  • Erhöhtes Risiko für Zahnschäden.
  • Kiefergelenkprobleme mit Schmerzen und Funktionseinschränkungen.
  • Verspannungen der Kau-, Nacken- und Schultermuskulatur.
  • Kopfschmerzen.
  • Eingeschränkte Kaufunktion.
  • Sprachstörungen wie Lispeln.
  • Beeinträchtigung der Nasenatmung.
  • Wachstumshemmung des Oberkiefers bei Kindern.

Die Behandlung eines Kopfbisses ist wichtig, um Folgeschäden an Zähnen, Kiefergelenken und der Kaumuskulatur zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt mithilfe verschiedener kieferorthopädischer Apparaturen.

Wie wird ein Kopfbiss behandelt?

Ein Kopfbiss wird mit festen Zahnspangen oder Alignern behandelt. In seltenen Fällen ist bei einem Kopfbiss eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich. Aufbissschienen und Physiotherapie werden ergänzend zur kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt.

Die folgende Liste zeigt die bei einem Kopfbiss eingesetzten Behandlungsmethoden.

  • Feste Zahnspangen: Feste Zahnspangen werden zur Kopfbiss Behandlung in allen Altersgruppen eingesetzt. Ziel einer festen Zahnspange bei einem Kopfbiss ist die Einstellung einer korrekten vertikalen und horizontalen Bisslage sowie einer gleichmäßigen Verzahnung von Ober- und Unterkiefer.

  • Aligner: Aligner sind transparente Zahnschienen, die zur Behandlung leichter bis moderater Kopfbisse eingesetzt werden. Die nahezu unsichtbaren Schienen werden individuell angefertigt und bewegen die Zähne schrittweise in die gewünschte Position. Insbesondere Jugendliche und Erwachsene profitieren von dieser transparenten Korrektur bei einem Kopfbiss.

  • Aufbissschienen: Aufbissschienen ergänzen die Kopfbiss Behandlung im Rahmen der Nachsorge, indem sie die Zahnkontakte gezielt regulieren, den Biss stabilisieren und das Kausystem schonen.

  • Kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie: Bei ausgeprägten skelettalen Fehlstellungen des Kiefers bei erwachsenen Patienten mit Kopfbiss erfolgt in seltenen Fällen eine kombinierte kieferorthopädische und chirurgische Behandlung, um die Kieferposition zu korrigieren.

  • Physiotherapie: Physiotherapeutische Maßnahmen unterstützen die Behandlung eines Kopfbisses, indem sie muskuläre Verspannungen reduzieren und die Kieferfunktion verbessern.

Die Kopfbiss Behandlung unterscheidet sich zwischen Kindern und Erwachsenen.

Wie wird ein Kopfbiss bei Erwachsenen behandelt?

Bei Erwachsenen wird ein Kopfbiss über gezielte kieferorthopädische Zahnbewegungen behandelt, da das Kieferwachstum bereits abgeschlossen ist und nicht mehr beeinflusst werden kann.

Liegt bei Erwachsenen ein ausgeprägter skelettaler Kopfbiss vor, ist in sehr seltenen Fällen eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Korrektur des Kopfbisses erforderlich, um die Kieferposition nachhaltig zu normalisieren.

Die Behandlung eines Kopfbisses bei Erwachsenen erfolgt in der Regel mit festen Zahnspangen oder transparenten Alignern, um die Zahnstellung schrittweise zu korrigieren und eine stabile Bisslage herzustellen.

Wie wird ein Kopfbiss bei Kindern behandelt?

Bei Kindern wird ein Kopfbiss mit wachstumslenkenden kieferorthopädischen Maßnahmen behandelt, da sich der Kiefer noch in der Entwicklung befindet. Zum Einsatz kommen bei der Kopfbiss Behandlung vor allem herausnehmbare Apparaturen wie Aktivator, Bionator oder Delaire-Maske und bei Bedarf feste Zahnspangen.

Bei Kindern mit seitlichem Kopfbiss zielt die Kopfbiss-Behandlung darauf ab, den Oberkiefer zu erweitern, das Kieferwachstum harmonisch zu steuern und Zahnfehlstellungen frühzeitig zu korrigieren. Bei einem frontalen Kopfbiss sollte der Oberkiefer hingegen nach vorne entwickelt werden. Die Dauer der Korrektur eines Kopfbisses ist unterschiedlich.

Wie lange dauert es, einen Kopfbiss zu korrigieren?

Einen Kopfbiss zu korrigieren dauert sechs Monate bis zwei Jahre. Die Dauer der Kopfbiss Behandlung richtet sich nach Ursache, Ausprägung des Kopfbisses sowie nach dem Alter des Patienten.

Die individuelle Mitarbeit, etwa das konsequente Tragen von Zahnspangen oder Alignern, hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Behandlungsverlauf bei einem Kopfbiss. Bei komplexen skelettalen Fehlstellungen oder wenn eine kieferchirurgische Mitbehandlung notwendig ist, verlängert sich die Behandlungsdauer bei einem Kopfbiss.

In welchem Alter sollte man einen Kopfbiss korrigieren?

Eine Kopfbiss Behandlung sollte man so früh wie möglich im Kindesalter korrigieren, da sich der Kiefer in dieser Phase noch im Wachstum befindet und gezielt beeinflusst werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie empfiehlt eine erste kieferorthopädische Untersuchung zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr, um Kiefer- und Zahnfehlstellungen wie den Kopfbiss frühzeitig zu erkennen. Ein früher Behandlungsbeginn ermöglicht es, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu korrigieren und den Umfang späterer Maßnahmen deutlich zu reduzieren.

Kann man einen Kopfbiss ohne Zahnspange korrigieren lassen?

Einen Kopfbiss kann man in den meisten Fällen nicht ohne Zahnspange korrigieren lassen. Für eine Kopfbiss Korrektur ist eine aktive Beeinflussung der Zahnstellung und der Bisslage erforderlich, die nur mit kieferorthopädischen Apparaturen wie festen oder herausnehmbaren Zahnspangen sowie Alignern möglich ist.

Zur ergänzenden Behandlung von Kiefergelenksbeschwerden bei Kopfbissen werden Aufbissschienen eingesetzt, um die Zähne vor Abrieb zu schützen und das Kiefergelenk zu entlasten. Je nach gewählter Korrekturform eines Kopfbisses variieren auch die Kosten.

Was kostet es, einen Kopfbiss zu korrigieren?

Einen Kopfbiss zu korrigieren kostet je nach Ausprägung der Fehlstellung, gewählter Therapie und Alter des Patienten unterschiedlich viel. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse erfolgt beim Kopfbiss nur im Frontzahnbereich.

Da ein Kopfbiss im Seitenzahnbereich nicht als eigenständige Indikation berücksichtigt wird, erfolgt in diesem Bereich keine Kostenübernahme für die Behandlung eines Kopfbisses.

Für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Regelversorgung, wenn der Kopfbiss im Frontzahnbereich den KIG-Stufen 3 bis 5 zugeordnet wird. Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen umfassen fünf Stufen, mit denen sich der Schweregrad einer Zahn- oder Kieferfehlstellung systematisch einordnen lässt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der Regelversorgung bei medizinisch erforderlichen Fehlstellungen ab KIG 3 und ausschließlich bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, also bei mittelschweren bis schweren Befunden.

Bei Erwachsenen besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme bei einem Kopfbiss. Eine Ausnahme bilden ausgeprägte skelettale Fehlstellungen, die eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich machen.

In der kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse beraten wir Sie ausführlich zu Diagnostik, Therapieoptionen und den zu erwartenden Kosten bei einem Kopfbiss.

Kopfbiss Korrektur in der kieferorthopädischen Praxis in Darmstadt

Die Kopfbiss Korrektur in der kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt zielt auf eine funktionell stabile Bisslage, eine gleichmäßige Belastung der Zähne und eine langfristige Sicherung des Behandlungsergebnisses bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ab.

In unserer kieferorthopädischen Praxis in Darmstadt beginnt jede Kopfbiss Behandlung mit einer umfassenden Analyse von Zahnstellung, Kieferrelation und Kiefergelenken. Mithilfe von intra- und extraoralen Fotoaufnahmen, digitalen Röntgenbildern sowie dem intraoralen Scanner ermitteln wir, welche kieferorthopädische Behandlung am besten für unsere Patienten mit Kopfbiss geeignet ist. Die digitale 3D-Erfassung ermöglicht eine präzise Darstellung der Zahnreihen und eine realistische Simulation der geplanten Korrektur des Kopfbisses.

In der kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt nutzen wir bei Kindern das aktive Kieferwachstum für die Korrektur des Kopfbisses. Funktionskieferorthopädische Geräte wie der Aktivator oder der Funktionsregler nach Fränkel harmonisieren die Lage von Ober- und Unterkiefer und unterstützen eine physiologische Entwicklung der Bisslage.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen korrigieren wir Kopfbisse mithilfe von festsitzenden Zahnspangen oder transparenten Alignern. In unserer kieferorthopädischen Praxis in Darmstadt kommen moderne selbstlegierende Brackets und superelastische Bögen zum Einsatz, die eine schonende und effiziente Kopfbisskorrektur unterstützen. Aligner setzen wir gezielt zur Behandlung leichter bis moderater Kopfbisse ein.

Bei ausgeprägten skelettalen Fehlstellungen, die einem Kopfbiss zugrunde liegen, ist eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich, um die Kieferposition dauerhaft zu korrigieren. In diesen Fällen überweisen wir an ausgewiesene Experten für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Eine ausführliche Beratung und eine individuelle Diagnostik bilden die Grundlage jeder erfolgreichen Kopfbisskorrektur. In der kieferorthopädischen Praxis Adami & Uhse in Darmstadt zeigen wir Ihnen geeignete Behandlungsoptionen auf und erstellen einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zur Korrektur Ihres Kopfbisses. Vereinbaren Sie telefonisch oder über unser Online-Terminsystem einen Termin bei uns.

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