Die Kosten einer Behandlung beim Kieferorthopäden hängen für Erwachsene von mehreren Faktoren ab. Der genaue Preis ist immer von der Schwere der vorliegenden Zahn- oder Kieferfehlstellung, von der Art und Dauer der Behandlung sowie von der Frage abhängig, ob die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt.

Gesetzlich versicherte Erwachsene müssen die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung in der Regel selber tragen. Erwachsene mit einer privaten Versicherung, die kieferorthopädische Leistungen abdeckt, haben normalerweise Anspruch darauf, dass ihre Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung in der Kieferorthopädie übernimmt.

Kieferorthopädische Behandlungen finden in aller Regel mit Zahnspangen statt. Zahnspangen gibt es in vielen verschiedenen Arten, die unterschiedlich viel kosten. Beispielsweise liegen die Kosten für die speziellen Aligner von Invisalign in der Regel höher als die Kosten für eine herkömmliche Zahnspange mit Metallbrackets. Welche Art von Zahnspange zum Einsatz kommt, hängt immer von der Art und Schwere der vorliegenden Zahn- oder Kieferfehlstellung ab.

Auf dieser Seite erklären wir, unter welchen Umständen die Krankenkassen für die Kosten einer Behandlung beim Kieferorthopäden aufkommen, wie viel die einzelnen Arten von Zahnspangen kosten und ob man die entstehenden Kosten von der Steuer absetzen kann.

Wer übernimmt die Kosten der Kieferorthopädie für Erwachsene?

In der Regel übernehmen nur Privatversicherungen die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung für Erwachsene, wenn der Tarif kieferorthopädische Leistungen beinhaltet.

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen die Behandlung beim Kieferorthopäden für Erwachsene normalerweise nicht. Nur in besonders schweren Fällen, in denen zusätzlich ein chirurgischer Eingriff notwendig ist, kommt die gesetzliche Krankenkasse für die Kosten auf.

Gesetzlich Versicherte haben die Option, eine private Zusatzversicherung abzuschließen, die kieferorthopädische Leistungen abdeckt. In diesem Fall übernimmt die Zusatzversicherung die Kosten für eine Behandlung beim Kieferorthopäden.

Kann man die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung für Erwachsene von der Steuer absetzen?

Ja, man kann die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung für Erwachsene von der Steuer absetzen, indem man die Behandlung mit einer Zahnspange in der Einkommensteuererklärung als “außergewöhnliche Belastung” vermerkt.

Die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung für Erwachsene sind nur dann steuerlich absetzbar, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist und die zumutbare Belastung überschritten wird.

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